Ausflug nach Nymphenburg

VonDeutschkurs München

Ausflug nach Nymphenburg

Am Freitag, dem 8. Februar 2019 besuchte unser Dozent Joahnnes Uebele mit seinem Integrationskurs das Schloss und den Schlosspark Nymphenburg sowie das Museum “Mensch und Natur”. 

Entgegen vorheriger Bedenken hatten sie großes Glück mit dem Wetter, da es ein sonniger und milder Tag war. Vom Hauptbahnhof aus fuhren sie mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Schloss Nymphenburg.  Die Vorderansicht des Schlosses mit der Seeanlage davor war der erste eindrucksvolle Anblick, der sich ihnen bot. Der Dozent gab den Teilnehmern ein paar Informationen über die Baugeschichte, wobei er auf den französischen Baustil bei Gebäude und Parkanlage hinwies, der sich am deutlichsten in der spiegelbildlichen Gleichheit beider Seiten zeigt. Am Eingang des Schlosses mussten sie feststellen, dass sie etwas zu früh dran waren (geöffnet ab 10 Uhr), weshalb sie erst einen Abstecher durch den hinter dem Schloss gelegenen Hauptteil des Parks machten. 

Die große Fläche des Parks von 180 Hektar beeindruckte seine Teilnehmer. Vom südlichen Eingang aus ging es zunächst zum Kronprinzengarten, dem “Kinderspielplatz” des künftigen Königs Ludwig I, der aus einer Miniatur-Nachbildung des Parks und einem im Stil einer Moschee errichteten Pavillon besteht. Anschließend begaben sie sich zur Amalienburg, dem Jagdschlösschen von Kurfürstin Maria Amalia. Nebenan zeigte der Dozent den Schülern eine als Naturdenkmal geschützte Gruppe sehr alter Eibenbäume, warnte aber auch davor, die giftigen Bäume anzufassen. Darauf fragte ihn ein Teilnehmer, warum sie nicht beseitigt würden, und er versuchte, klarzumachen, dass auch giftige Pflanzen schützenswert sind.

Nun gingen sie zurück zum Schloss, das inzwischen aufgemacht hatte, und die Gruppe war schon in der Mittelhalle von der reichlichen Verzierung und den farbigen Deckenmalereien begeistert. Als über ein Porträt von Kurfürst Max Emanuel die Frage aufkam, wie viel dieses Bild kosten würde, war der Dozent überfordert, doch ein sehr netter Aufseher erklärte ihnen, dass diese Bilder keinen festgelegten materiellen Wert hätten, sondern, wenn sie verkauft würden, dann zu dem Preis, den der Interessent dafür bietet. Zum Beispiel sei ein Marienbild einmal für eine gute Million verkauft, vor kurzem jedoch vom Staat wieder zurückgekauft worden. Höhepunkte im Inneren des Schlosses sind die Schönheitengalerie Ludwigs I., die aus Portäts von Frauen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten besteht, und das Schlafzimmer, das den Geburtsort von Ludwig II. darstellt. Interessant waren für die Gruppe auch Gemälde des Schlosses aus früheren Jahrhunderten, auf denen zu sehen war, wie weit Schloss und Schlosspark damals außerhalb der Stadt München lagen.

Schließlich besuchten sie noch das Museum “Mensch und Natur”. Hierfür teilte der Dozent den Teilnehmern ein Quiz mit Fragen über die Erdgeschichte und die heimische Natur aus, die sie während ihres Durchgangs beantworten sollten. Der Gang durch das Erdgeschoß glich einer kleinen Zeitreise von der Entstehung der Erde im Sonnensystem über die verschiedenen Phasen des Lebens auf der Erde bis zum Erscheinen der frühen Menschen. Zwischen zwei Abteilungen liegt auch eine Mineraliensammlung, und vor allem eine Teilnehmerin war von deren Vielfalt und insbesondere von einem überdimensionalen Bergkristall und einer riesigen Amthyst-Druse fasziniert. Den Abschluss unserer Exkursion bildete ein Saal im 1. Stock mit einer Sammlung von Präparaten heimischer Tiere.

Im Unterschied zu manchen früheren Malen kann der Dozent sagen, dass zu dieser Exkursion die Mehrheit des Kurses erschienen ist und sie als schönes Erlebnis empfunden hat.

Über den Autor

Deutschkurs München administrator